Schwanger sein heißt nicht nur, sich auf ein Baby zu freuen. Es heißt auch, plötzlich eine Menge Papierkram, Fristen und Fragen im Kopf zu haben, von denen man vorher nicht mal wusste, dass es sie gibt. Wer muss wann wo Bescheid wissen? Und braucht so ein winziger Mensch wirklich so viel Zeug?
Spoiler: Ja und nein. Aber der Reihe nach. Wir zeigen euch, wie unsere Vorbereitung für das Kind aussah: erst die Formalitäten, dann die Erstausstattung.
Teil 1: Die Formalitäten
Hier hatte Alexandra bei den Formalitäten das Steuer übernommen. Sie hat sich eingelesen, informiert und alles sortiert. Das hat ihr Sicherheit gegeben, denn wenn man weiß, was als Nächstes kommt, kann man auch mal ruhig durchatmen. Und weil Alexandra eben Alexandra ist, gab es am Ende eine Checkliste, an der wir uns die nächsten Monate entlanggehangelt haben. Sie war das Herzstück unserer Vorbereitung für das Kind. Wir haben sie euch hier zusammengestellt:
Vorbereitung für das Kind während der Schwangerschaft
- Kinderwagen kaufen
- Wickelkommode kaufen
- Auto suchen und kaufen
- Hochstuhl mit Newborn-Aufsatz besorgen
- Geburtsvorbereitungskurs suchen und besuchen
- Krankenhaus aussuchen
- Arbeitgeber informieren
- Entscheidung zur Elternzeit treffen
- Sieben Wochen vor der Geburt die Krankenkasse informieren, damit der Anspruch auf Mutterschaftsgeld besteht (sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt): Mutterschaftsgeld beantragen: So geht’s!
- Elternzeit beim Arbeitgeber anmelden: Mitteilung zur Elternzeit
- Kita online kontaktieren
- Elterngeldantrag vorbereiten
Nach der Geburt
- Elterngeld innerhalb der ersten drei Monate beantragen
- Unmittelbar nach der Geburt: Kind beim Standesamt melden
- Unmittelbar nach der Geburt: Geburtsurkunde an die Krankenkasse schicken, um weiterhin Mutterschaftsgeld zu erhalten
- Unmittelbar nach der Geburt: Kindergeld beantragen: KgOnline: Auswahl Anliegen. Infos dazu gibt’s hier: Was Sie zum Kindergeld wissen müssen
- Kind bei der Krankenkasse anmelden
- Kitaplatz anmelden
Von allen Formalitäten verdient das Elterngeld den genauesten Blick: Am besten stellt ihr den Antrag innerhalb der ersten drei Monate nach der Geburt, denn rückwirkend wird Elterngeld nur für die drei Monate vor Antragstellung gezahlt. Jeder Elternteil stellt für sich einen eigenen Antrag, und beide Anträge müssen von beiden Elternteilen unterschrieben werden. Selbständige müssen zusätzlich eine Erklärung zu Art und Umfang ihrer Tätigkeit und zur Einkommenshöhe abgeben (das Formular „Erklärung für Selbständige“).
Unser Tipp: Bereitet den Elterngeldantrag unbedingt schon vor der Geburt so weit wie möglich vor. Das ist Vorbereitung für das Kind im besten Sinne: Am Ende sollte nur noch das Geburtsdatum fehlen. In den ersten Wochen müsst ihr euch erst mal an die neue Situation gewöhnen, und da ist der Kopf nicht unbedingt frei für Formulare. Uns hat beim Ausfüllen außerdem der Elterngeldrechner geholfen. Damit konnten wir sehen, wie wir das Meiste für uns rausholen.
Außerdem prüft, ob eure Krankenkassen über eine App verfügen und dann könnt ihr darüber alles abwickeln und einreichen. Das kann man auch gut machen, wenn das Kind auf einem schläft. Die Techniker bietet zum Beispiel einen tollen Bereich zur Geburtsvorbereitung, Rückbildung und den ersten Monaten mit Kind an.
Teil 2: Die Erstausstattung
Jetzt kommt der Teil der Vorbereitung für das Kind, bei dem man sich im Babyfachgeschäft schnell in einer Art Rausch verliert. Bei der Erstausstattung haben wir uns bewusst auf das konzentriert, was uns wirklich wichtig erschien, und alles andere nach Bedarf nachgekauft. Das hat nicht nur den Geldbeutel geschont, sondern auch das Wohnzimmer vor einem Lagerhallen-Look bewahrt.
Das hat es bei uns in die Erstausstattung geschafft:
- Baby(beistell)bett von Kunu
- Wickelkommode
- Erste Klamotten
- Stillkissen
- Etwas Spielzeug
- Orthopädisches Kissen (das hier)
- Nachtlicht
- Kinderwagen
- Autositz
- Hochstuhl mit Newborn-Aufsatz
- Nestchen
- Milchpumpe
- Flaschen
- Babybadewanne
- Spielbogen
- Krabbeldecke
Ein paar Dinge wollen wir euch aber noch persönlich mit auf den Weg geben:
Erste Klamotten: Wir haben viel gebraucht gekauft – dafür ist der mybambini-Markt wirklich toll. Und falls ihr aus der gesamten Vorbereitung für das Kind nur einen einzigen Tipp mitnehmt: Holt für die ersten Größen am besten nur Wickelbodies. Euer Kind wird das Überziehen über den Kopf nämlich nicht mögen, und wenn es dann weint, werdet ihr als frischgebackene Eltern schneller nervös, als ihr „Windel“ sagen könnt.
Spielzeug: Hier haben wir fast alles von Bekannten und Freunden bekommen. Ihr werdet staunen, wie viele Menschen ihre Kisten durchforsten, sobald es Nachwuchs gibt. Das schont bei der Vorbereitung für das Kind ganz nebenbei die Haushaltskasse.
Autositz: Sehr empfehlenswert ist einer mit drehbarer Isofix-Station. Euer Rücken und euer Kind werden es euch danken.
Hochstuhl mit Newborn-Aufsatz: Der Aufsatz hat einen schönen Nebeneffekt: Das Baby sitzt gemütlich drin, und ihr könnt in Ruhe selbst mal etwas essen. Warm. Mit Besteck. Ein Luxus, den man erst zu schätzen weiß, wenn er plötzlich fehlt.
Das Nestchen: Ehrlich gesagt war es Gold wert. Angst vor einem plötzlichen Kindstod hatten wir nicht. Die Entscheidung fiel auf eine Variante, die unten zugeschnürt werden konnte. So waren die Seiten, wenn es nicht geschnürt wurde, nicht so sehr nach innen gedrückt und toller Nebeneffekt, wir haben es lange nutzen können. Besonders dankbar waren wir dafür, als unser Stöpsel anfing, sich nachts auf den Bauch zu drehen, aber noch nicht allein zurückkam. Mit dem Nestchen wurden die Nächte wieder ruhiger. Für uns und für den Stöpsel.
Milchpumpe: Nach einiger Recherche hatte sich Alexandra für eine Handsfree-Pumpe von Philips Avent entschieden. Grundsätzlich war es eine gute Pumpe, die ihren Zweck sehr gut erfüllt hat. Nur ging die Idee, nebenbei Dinge zu erledigen, nicht ganz auf. Es ging zwar, aber Alexandra musste genau darauf achten, wie sie sich bewegt, damit oben nichts ausläuft. Außerdem fühlte es sich ein bisschen komisch und umständlich an. Auch das Versprechen, dass die Pumpe unauffällig ist, hat sich nicht ganz bewahrheitet: Sie war deutlich zu hören, und oben herum wurde es sichtbar üppig. Auch bei der Vorbereitung für das Kind gilt eben: Nicht jedes Versprechen hält im Alltag.
Und jetzt?
Am Ende des Tages waren es gar nicht die vielen Haken auf der Checkliste, die uns ruhiger gemacht haben. Es war das Gefühl, vorbereitet zu sein. Und der Moment, in dem das erste Mal alles bereitstand: das Bettchen, die Bodies, das Nachtlicht. Da wurde die Vorbereitung für das Kind plötzlich greifbar, und wir haben beide kurz geschluckt.
Der Rest, das wisst ihr sicher schon, passiert ohnehin ganz anders, als man denkt. Aber mit einer guten Vorbereitung für das Kind im Rücken lässt sich das viel entspannter nehmen.
