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Die Ängsteliste: Lanas Tierängste im Überblick

Lesedauer

3–5 Minuten

Leider hat unsere Lana eine ziemlich lange Liste an Tierängsten und Unsicherheiten mitgebracht, und leider konnten wir ihr nicht alle nehmen. Gerade wenn die dunkle Jahreszeit zurückkommt, melden sich einige Tierängste zurück, und Themen ploppen auf, von denen wir dachten, wir wären sie längst los. Raphael sagt dann jedes Mal aufs Neue total verwundert: „Wie kann das denn sein? Das lief doch schon viel besser?!“ Same procedure as every year …

Damit ihr einen Überblick bekommt, haben wir die Tierängste unserer Lana für euch aufgelistet – inklusive dem, was uns geholfen hat, und dem, wo wir ehrlich sagen müssen: Da haben wir (noch) keine Lösung.

Der Fernseher

Der Fernseher gehörte zu den ersten Tierängsten, die wir angegangen sind. Auf der einen Seite ist es eine lustige Geschichte, wie wir Lana daran gewöhnt haben, auf der anderen Seite total banal: Wir haben einfach die Displaygröße gesteigert. Unser Training begann mit dem Handy. Nach ein paar Tagen hatten wir das Gefühl, Lana kommt damit klar, und wir sind aufs Tablet umgestiegen. Wieder gab es ein paar Tage Gewöhnungszeit, dann kam der Laptop. Und als auch der gut klappte, haben wir uns an den großen Fernseher getraut – und es hat funktioniert!

Teilweise verfolgt Lana die Bilder sogar gerne. Bei Fußballspielen stand sie schon vor dem Fernseher und hat den Kopf in Richtung Ball bewegt. Nach inzwischen 3 ½ Jahren blendet sie ihn total gut aus, schläft oder kuschelt lieber mit uns.

Der Staubsauger

Man, das hat gedauert! Und als wir es endlich geschafft hatten, haben wir uns direkt für einen Saugwischroboter entschieden 😅. Bis dahin haben wir allerdings so einiges ausprobiert:

  • Ignorieren
  • Begrenzen
  • Stimme erheben
  • Aushalten

Und genau der letzte Punkt plus etwas Begrenzung hat für mehr Ruhe gesorgt. Beim Staubsauger zeigte sich, wie hartnäckig Tierängste sein können. Unser Training sah so aus: Einer von uns hat sich mit Lana auf die Couch verzogen, sich vor sie gesetzt und eine ordentliche Portion Leckerlis dabeigehabt. Jedes Mal, wenn jemand mit dem Staubsauger vorbeikam und Lana nicht reagierte, gab es eine Belohnung. Am Anfang flossen die Leckerlis in Strömen. Als sie immer besser wurde, wurden es Stück für Stück weniger, und Lana konnte das Ganze immer besser aushalten. Ihrem Körper sah man die Anspannung trotzdem noch an, aber sie hielt es deutlich besser aus.

Der Wischmopp

Das war ein schnelles Thema, denn diese Unsicherheit war zum Glück bald Geschichte. Hier haben wir Lana einfach körperlich korrigiert und sie davon abgehalten. Nach ein paar Wochen hat das geholfen, und sie bleibt seitdem entspannt, wenn wir die Wohnung wischen.

Müllabfuhr, Mülltonnen, Baumstümpfe und Schilder

So richtig weg ist diese Unsicherheit nicht. Je nach Tagesform und Jahreszeit sind das immer noch Themen, bei denen Lana verunsichert ist: Der Kopf geht nach unten, manchmal wird sogar der Schwanz eingezogen. Dann nehmen wir sie auf die Seite, auf der nichts ist. Manchmal wechselt sie mittlerweile ganz von allein die Seite und geht deutlich entspannter vorbei. An anderen Tagen ist sie so verunsichert, dass wir einen weiten Bogen machen müssen. Auch das gehört dazu.

Verhüllte oder unnatürlich bewegte Menschen

Hier nehmen wir Lana kurz zu uns und schnallen sie um. Für „Bei Fuß“ läuft sie am Halsband, für entspanntes Laufen im Wald am Geschirr, und je nach Situation wechseln wir auch zwischendurch. Am Halsband können wir sie besser einfangen und durch die Situation begleiten. Das braucht sie auch, denn sonst muss sie die Entscheidung selbst treffen, und das bedeutet bei ihr: Es wird gebellt, bis es nicht mehr geht. Deshalb führen wir sie lieber durch. Meistens klappt das sogar ohne Leckerli, denn das Training zahlt sich hier aus.

Challengehunde

Tja, Leute, hier haben wir keine Tipps. Bei Lana bedeutet das einfach nur pure Eskalation, und alles Gelernte und Geübte funktioniert nicht mehr. Da hilft nur: Augen zu und durch, weitergehen und Lana nicht immer wieder auf den anderen Hund fokussieren lassen. Manche Tierängste bekommt man einfach nicht raus, und beim Thema Training stoßen wir hier an Grenzen.

Unser Fazit zu Lanas Tierängsten

Es sind tatsächlich schon einige Baustellen besser geworden. Das führen wir uns immer wieder vor Augen, wenn Lana mal einen schlechten Tag hat. Das kommt schließlich bei Menschen genauso vor. Dann realisieren wir schnell wieder, was für ein Paket sie mit sich trägt und wie positiv sie sich trotzdem entwickelt hat. Genauso gehört aber dazu: Lana wird nie ein entspannter Hund werden, und ihre Unsicherheiten gehören zu ihr. Wer selbst mit Tierängsten bei seinem Hund kämpft, ist also nicht allein.

Einige Punkte liegen natürlich auch an der Rasse. Durch einen DNA-Test haben wir erfahren, dass der größte Anteil vom Deutschen Schäferhund kommt. Das erklärt so manches und hilft uns auch im Alltag. Viel Unterstützung hatten wir dabei mit unserem Hundetrainer. Welche Themen wir dort abgearbeitet haben und welche Tierängste dabei eine Rolle spielten, könnt ihr hier nachlesen.